LP Engineering plant Hochwasserschutz, Radweg, Wassergarten und ein Wohn- und Gesundheitsbereich für die Gemeinde

Seit Ende der 90er Jahre wird in Oberthal gegrübelt, geplant und bis ins Detail getüftelt am „größten Projekt in Oberthal“ wie Stephan Junk vom Bauamt der Gemeinde Oberthal es formuliert. Gemeint ist die „Revitalisierung der Imweiler Wies“.

Imweiler Wies und Wasser das ist also eine lange Geschichte. Bei Starkregen laufen in Oberthal rasch Gelände, Keller und Häuser voll. Um das zukünftig zu verhindern, entsteht ein Damm, der am höchsten Punkt etwa 3,0 m hoch ist. Über dieses Bauwerk zum Schutz vor Hochwasser führt später ein Radweg. Damit das Dammbauwerk an der aus hydrologischer Sicht optimalen Stelle errichtet werden kann, musste im Vorfeld zu dieser Maßnahme ein ganzes Biotop umgesiedelt werden – Ein genehmigungstechnischer Kraftakt! Die Firma OBG aus Ottweiler ist mit den Bauarbeiten beauftragt. Sie gab mit 2,27 Mio. Euro das günstigste Angebot ab. Insgesamt sollen die Bauarbeiten so ablaufen, dass die Bürger nicht eingeschränkt werden – ebenfalls ein Kraftakt, denn wir bewegen uns im Ortszentrum!

Hochwasserschutz und Radweg sollen bis Herbst 2018 gebaut sein. 700 m ist der Rad- und Fußweg lang. Ein „rotes Band“ läuft daneben; die Farbe soll an die Rötelgräber und somit an die Geschichte Oberthals erinnern. Dieses Band wird dynamisch sein, das heißt es wird auch mal aus dem Boden herauskommen und in die Höhe aufsteigen. So entsteht mal ein Landschaftsrahmen, mal eine Schaukel. Mehrere Einbuchtungen zum Verweilen wird es geben. Dazu gehört auch eine Sonnentreppe als Sitzmöglichkeit. Baumreihen flankieren den Weg. An den Anfängen des Weges im Westen und im Osten werden je zwei Ahornbäume gepflanzt. Außerdem wird das rote Band hier quer über dem Weg verlegt samt der Inschrift „Imweiler Wies 2019“.

Mittelpunkt der Konzeption im Weber Areal ist der Wassergarten. Dieser stand zuletzt auf der Kippe. 250 m² groß und 80 cm tief wird er sein. In der Wassertiefe von 80 cm sah der Versicherer der Gemeinde eine potenzielle Gefahr. Daher musste umgeplant werden. Jetzt wird es einen Zaun aus Robinienholz geben, außerdem sind Schutzzonen geplant, in denen das Wasser nur maximal 40 cm tief ist. Diese Zonen sind am Ufer zum Steg und entlang der Trittsteine, auf denen die Besucher quasi durch den Teich gehen können. Sitzmöglichkeiten und drei Vitrinen, die beispielsweise Vereine als Schaukästen nutzen können, sind ebenfalls auf diesem Areal geplant. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Wassergarten im Spätsommer 2019 eingeweiht werden.

Von dem 6000 m² großen Weber-Areal nimmt der Wassergarten nur etwa die Hälfte der Fläche ein. Die Frage, wie die verbleibende Freifläche gestaltet werden könnte, sollte ein Ideen-Wettbewerb beantworten. Mehrere Interessenten beteiligten sich. Inzwischen steht fest: Es ist ein Investor gefunden: Die KS Solutions GmbH aus Saarlouis wird drei Gebäude im Bereich Wohnen und Gesundheitswesen bauen – LP Engineering übernimmt sämtliche Planungsleistungen für die KS Solutions! Mit KS Solutions als Investor ist das Projekt jetzt komplett, das am Ende wohl ein Volumen von 8-9 Millionen Euro haben wird.

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